Scharfes Concept-Car-Design am neuen Teilzeit-Roboter Audi A7

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Das Aufregendste am neuen Audi A7 (neben all den neuen „das-kann-der-nicht-wirklich“-Features)? Jap, man kann tatsächlich erkennen, dass er neu ist. Schaut euch einfach mal dieses Sci-Fi-mäßige 3D-Lichtschwert an, dass sich komplett über die nach hinten schmaler abfallende Heckpartie zieht.

Und dann weiter nach vorne. Saugt ihn ein, den neuen A7. Die technischen Grundlagen kommen vom A8 und vom Q7, aber er verrät uns auch recht gut, wie der nächste A6 aussehen wird. All die LEDs in den Leuchten machen eine komplett durchchoreographierte Animationsshow, sobald ihr das Auto aufsperrt. Gegen Aufpreis übrigens auch in HD-Matrix-LED- oder Laserlicht. Es gibt fette Sicken in den Flanken und einen Grill der breiter und flacher ist als die größte Weber-Barbeque-Station. Dieser Audi wird wirklich auffallen und zwar nicht nur, wenn er euch auf der Autobahn mal wieder mit drei Millimeter Abstand im Rückspiegel hängt.

Schön, dass Audi endlich aus seinem „Immer-gleich“-Designschlaf aufwacht und auch stolz nach außen trägt, was sich technisch so alles für Famositäten unter dem Blech befinden. Es sind viele. Sehr viele.

Der neue A7 teilt sich die technische Basis mit dem gerade angelaufenen A8. Er übernimmt große Teile von dessen irrem Touchscreen-Cockpit und viele weitere A8-Superkräfte kriegt er ebenfalls. Insgesamt gibt es 39 (!) Fahrer-Assistenzsysteme. Er wird selbst einparken können (ohne, dass ihr an Bord seid) und komplett eigenständig durch den Stau gleiten, wenn die Level-drei-Autonomie ab 2018 verfügbar ist. Zum Marktstart im Februar 2018 ist das allerdings noch nicht der Fall. Und „Over-the-Air“-Updates wie bei gewissen anderen Herstellern aus Kalifornien wird es bei Audi nicht geben. Deren Kunden seien schließlich „keine Versuchskaninchen“. Rumms!

Die große News beim gewachsenen, geräumigeren A7 Sportback Mark II (es gibt mehr Knie- und Kopffreiheit, dafür ist das Ding nun fast fünf Meter lang und zwei Meter breit) ist nicht die antizipierende Federung (das hebt man sich dann doch exklusiv für den A8 auf), sondern eine Lenkung, die so computerisiert ist wie keine zuvor.

Du drehst das Rad, ein Computer denkt sich den richtigen Drehgrad für die Vorderräder aus – ein System, das uns in anderen Audis nicht gerade for Freude weinen ließ -, dieses Mal aber, machen die Hinterräder ebenfalls mit. So sorgen sie für 1,1 Meter weniger Wendekreis oder mehr Stabilität bei hohem Speed.

Wie der SQ7 hat auch der neue A7 ein 48-Volt-Bordnetz. Beim Segeln kann sich der Motor also ausschalten, ohne dass all die Bildschirme und die clevere Lenkung den Geist aufgeben. Außerdem haut das Start-Stopp-System jetzt schon bei Geschwindigkeiten unter 22 km/h den Stachel rein, um noch mehr Sprit zu sparen und arme Großstädter vor Emissionen zu bewahren.

Das bringt uns endlich zu den Motoren. Zumindest ein bisschen, denn bisher ist Audi mehr als zurückhaltend, was dieses Thema betrifft. Natürlich werden Vierzylinder-Benziner und -Diesel in Bälde erscheinen, aber die einzige beim Launch gezeigte Maschine ist ein 3,0-Liter-V6-Benziner mit 340 PS und 500 Newtonmeter. Selbige schiebt den A7 in 5,3 Sekunden auf 100 km/h. Bei 250 Sachen ist wie immer Schluss.

Propere Daten, die man künftig leider mit einer völlig lächerlichen Nummer in Verbindung bringen wird. Namentlich ist das Audis neues und absurd hilfloses Leistungszahlen-Nomenklatur-Desaster. Dieses beschert uns ein „A7 55 TFSI“ auf dem herrschaftlich schönen Heckdeckel des A7 3.0 TFSI. Hmmm. Irgendwann gewöhnt man sich vermutlich an alles …

Die Preise für den A7 3.0 TFSI Quattro starten bei 67.100 Euro. Die günstigeren Vierzylinder dürften bald nachgeschoben werden. Ein subtil-schneller S7 (wohl mit dem Biturbo-V6 aus dem RS 5) sowie ein RS 7 mit potenziellem e-tron-Hybrid-Booster sind im Laufe der nächsten Jahre sehr wahrscheinlich.

Bis dahin bleibt die Frage: Macht euch der – für Audi-Verhältnisse – radikal gezeichnete neue A7 an? Oder wartet ihr lieber auf den neuen Mercedes CLS?

Autor: Stefan Wagner

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