Der neue 911 Carrera T ist ein Oldschool-Leichtgewicht. Billig ist der Back-to-Basics-Elfer aber nicht

  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 01
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 02
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 03
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 04
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 05
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 06
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 07
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 08
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 09
  • 180x100 Towidth 85 Porsche 911 Carrera T 2017 10

Porsche kramt einen berühmten Buchstaben aus der 911-Schatzkiste hervor: Zwischen 1968 und 1973 hatte die Firma den 911 T (wie Touring) im Programm, ein günstiges Einstiegsmodell mit anfangs 110 PS und nur vier Gängen. Jetzt kehrt der Buchstabe zurück und zwar beim neuen 911 Carrera T.

Anders als vor fast 50 Jahren hat Porsche aber keinen günstigeren Basis-Elfer im Sinn. Vielmehr handelt es sich um einen 911 Carrera mit besonderer Ausstattung und reduziertem Gewicht. So fehlen die Rücksitze und das Infotainment-System PCM, beides ist aber ohne Aufpreis erhältlich. Die Türtafeln haben Öffnerschlaufen, die Scheiben am Heck und im Fond bestehen aus Leichtbauglas. Mit 1.425 Kilogramm Leergewicht ist der 911 Carrera T 20 Kilogramm leichter als sein Bruder ohne Buchstabe.

Außen gibt es eine geänderte Bugspoilerlippe, Außenspiegel in Achatgraumetallic. Titangrau sind die 20-Zoll-Felgen, an den Seiten prangen "911 Carrera T"-Schriftzüge. Am Heck stößt der 911-Fan auf geänderte Lamellen in der Abdeckung und schwarz lackierte, mittig angeordnete Endrohre der serienmäßigen Sportabgasanlage. Innen konterkarieren elektrisch verstellbare Sportsitze mit Mittelbahn in Sport-Tex den Leichtbaugedanken. Optional sind Vollschalen-Sitze zu haben.

Unverändert bleibt der Biturbo-Boxer mit sechs Zylindern und drei Liter Hubraum: Er leistet 370 PS und bringt es maximal auf 450 Newtonmeter Drehmoment. Weil sich das Leistungsgewicht auf 3,85 Kilogramm pro PS verbessert und eine kürzere Hinterachs-Übersetzung plus mechanischer Quersperre an Bord ist, sprintet der T in 4,5 Sekunden auf 100 km/h. Verbesserung zum normalen 911 Carrera: 0,1 Sekunden. Außerdem ist der Schalthebel der manuellen Siebengang-Box kürzer. Wie zuckersüß die Schaltvorgänge damit nur sein müssen? Sehr zuckersüß vermutlich. Trotzdem ist optional auch das PDK-Getriebe im Programm, hiermit liegt der Null-auf-100-Wert bei 4,2 Sekunden. Spitze? Mehr als 290 km/h bei beiden Versionen.

Anders als sein historisches Vorbild ist der Porsche 911 Carrera T kein Schnäppchen. Ganz im Gegenteil: 107.553 Euro müssen ab Januar 2018 hingeblättert werden, das sind fast 10.000 Euro mehr als beim 911 Carrera. So gesehen, steht das T nicht nur für Tradition, sondern auch für teuer.

Autor: Roland Hildebrandt

Aktuelle Nachrichten

Bildergalerien

Tests und First Drives

Nachrichten im Video

Die neuesten Ausgaben von TopGear in unserem Shop

Zum Seitenanfang