Amerikas Antwort auf den Porsche GT2 RS ist da. Mit 765 PS und 340 km/h Spitze

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Acht Jahre mussten wir warten, jetzt ist die Corvette ZR1 zurück. Und offenbar hat sie lust auf Vergeltung, denn GM hat alle Zeiger auf vollen Anschlag gestellt, um die stärkste und schnellste Vette aller Zeiten zu bauen.

Beginnen wir mit dem Herzstück: Unter der extrem langen Haube der Corvette ZR1 sitzt ein 6,2-Liter-V8-LT5-Motor mit Kompressoraufladung. Er ermöglicht die gewaltige Leistung von 765 PS und 969 Newtonmeter Drehmoment. Und ja, ihr habt richtig gelesen: Siebenhundertfünfundsechzig, Neunhundertneunundsechzig.

Ermöglicht werden diese abstrusen Daten durch einen 52 Prozent größeren Kompressor, eine verbesserte Kompressorkühlung und ein sogenanntes "Dual-Fuel-Injection"-System. Bei Letzterem handelt es sich um ein neues Dual-Einspritzsystem, das Kraftstoff nicht nur direkt in den Zylinder, sondern auch in den Ansaugtrakt einspritzt, was im Umkehrschluss bedeutet: Die neue ZR1 wird Flammen werfen wie die Haustiere von Khaleesi.

Um das Aggregat kühlen zu können, musste extra eine neue Carbon-Haube entwickelt werden. Angetrieben werden traditionell nur die Hinterräder. In Sachen Getriebe kommt es allerdings zu einem Novum: Erstmals ist die ZR1 nämlich mit einer Achtgang-Automatik und Schaltwippen am Lenkrad erhältlich. Die serienmäßige Getriebeoption ist hingegen eine manuelle Siebengang-Box. Warum nicht die neue Zehngang-Automatik aus dem Camaro ZL1? Hat nicht reingepasst. Schwamm drüber.

Natürlich kriegt das Corvette-Flaggschiff auch eine Reihe aerodynamischer Verbesserungen. Man hat die Wahl zwischen zwei Paketen mit einem kleineren und einem größeren, einstellbaren Flügel. Wenn die maximale Höchstgeschwindigkeit von knapp 340 km/h ein Thema ist, muss das serienmäßige "Low Wing"-Paket montiert sein. Schon hier gibt es bis zu 70 Prozent mehr Abtrieb als bei der Z06.

Wenn es euch jedoch nach richtig ordentlich Abtrieb lüstet (und zwar bis zu 431 Kilogramm), dann solltet ihr in das "High Wing"-Setup investieren. Mit dabei sind dann außerdem ein Frontsplitter, ein adaptives Fahrwerk und Michelin-Pilot-Sport-Cup-2-Gummis.

Wer noch tiefer in die Tasche greifen will, kann das neue "Sebring Orange Design"-Paket bestellen. Es stattet die ZR1 mit orangefarbenen Akzenten und einem Lack namens "Sebring Orange Tintcoat" aus. Immer dabei: Eine noch viel aggressivere Optik als bei der ohnehin schon reichlich aggressiven normalen C7 sowie jede Menge kleine Carbon-Teilchen an allen Ecken und Enden des Autos.

Im Innenraum setzt sich das Farbschema dann an den Gurten und den Polsternähten fort. Eine bronzefarbene Aluminiumleiste gibt es ebenfalls. Trotz des ziemlich liberalen Umgans mit Kohlefaser ist die ZR1 tatsächlich 27 Kilo schwerer geworden. Sie wiegt nun 1.655 Kilo. Aber bei all der Power sollte das ein eher kleines Problem darstellen.

Im Frühjahr 2018 soll die ZR1 auf den US-Markt kommen. Zu einer europäischen Markteinführung äußert sich Chevy noch nicht. Und auch zum Preis lässt der Hersteller noch keine Informationen durchsickern. Eine Corvette Z06 mit "nur" 659 PS kostet hierzulande mindestens 119.700 Euro. Die ZR1 wird bestimmt nicht günstiger werden. Viel entscheidender ist aber: Ist die neue ZR1 endlich in der Lage, Europas Beste zu schlagen? Damit meinen wir natürlich den Porsche GT2 RS und seine heroische Ring-Performance. Nun, zumindest wurde die ZR1 zuletzt auffallend häufig bei Tests auf der Nordschleife erwischt.

Autor: Manuel Lehbrink

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